Die drei Hebel für deinen Verdienst
Bevor wir rechnen, lohnt sich der Blick auf die Stellschrauben. Genau drei Dinge bestimmen, was am Monatsende auf deinem Konto landet:
- Der Standort. Mit Abstand der wichtigste Faktor. Eine Station in einer belebten Cocktail-Bar bringt ein Vielfaches einer Station in einer Bäckerei. Die Frequenz und vor allem die Verweildauer der Gäste schlagen jede andere Optimierung.
- Der Ausleihpreis. Du legst selbst fest, was eine Ausleihe kostet — direkt aus der App, Änderungen wirken sofort. Unsere Preisempfehlung liegt bei 2 € pro angefangene halbe Stunde, die durchschnittliche Ausleihdauer beträgt rund 48 Minuten.
- Dein Paket. Es bestimmt, welcher Anteil des Umsatzes bei dir bleibt — zwischen 75 % (Solo) und 86 % (Network). Dazu unten mehr.
Die Rechnung Schritt für Schritt
Vom Brutto-Umsatz einer Station gehen bis zu drei Posten ab, bevor deine Nettoeinnahme übrig bleibt:
- Servicegebühr an Limitless — 14 bis 25 %, je nach Paket. Damit sind App, Backend, Zahlungsabwicklung, Monitoring und Support abgedeckt.
- Anteil des Standort-Partners — nur relevant, wenn du die Station in einer fremden Location aufstellst. Frei verhandelbar, in der Praxis oft 10 bis 30 %. Steht die Station in deiner eigenen Location, entfällt dieser Posten komplett.
- Zahlungsgebühren — rund 4 % für die Kartenabwicklung.
Was danach übrig bleibt, ist deine Nettoeinnahme. Schauen wir uns das an zwei realistischen Fällen an.
Fall 1: Eigene Location (Solo-Paket)
Du betreibst selbst eine Bar oder ein Restaurant und stellst eine Station auf deinen eigenen Tresen. Es gibt keinen Standortpartner, an den du etwas abgibst.
- 6 Ausleihen/Tag × 4,50 € = 27 € Brutto pro Tag
- 30 Tage × 27 € = 810 € Brutto pro Monat
- Abzüglich 25 % Servicegebühr und rund 4 % Zahlungsgebühren
- ≈ 575 € Nettoeinnahme pro Monat
Bei 1.490 € Hardware-Investition ist die Station damit nach gut zweieinhalb Monaten bezahlt. Ab dann ist sie laufender Cashflow.
Fall 2: Fremde Location als Lizenznehmer (Squad-Paket)
Du hast keine eigene Location, sondern stellst Stationen bei Partnern auf und gibst einen Umsatzanteil ab. Hier rechnen wir mit dem Squad-Paket (18 % Servicegebühr) und einem Standortpartner-Anteil von 20 %.
- 810 € Brutto pro Monat
- Abzüglich 18 % Servicegebühr, 20 % Standortpartner-Anteil und rund 4 % Zahlungsgebühren
- ≈ 470 € Nettoeinnahme pro Monat und Station
Der Standortpartner-Anteil ist hier dein Akquise-Werkzeug: Er kostet dich Marge, verschafft dir aber überhaupt erst den Standort. Und für den Partner ist es Zusatzumsatz ohne Investition — das macht das Gespräch leicht.
Die ehrliche Spannweite: schwacher vs. starker Standort
Ein Durchschnitt ist nur die halbe Wahrheit. Die Realität streut deutlich — und das solltest du vor dem Start wissen:
- Schwacher Standort (kleines Café, kurze Verweildauer): 1 bis 2 Ausleihen pro Tag. Hier rechnet sich die Station langsam oder gar nicht — der häufigste Grund für enttäuschte Einsteiger ist ein schlecht gewählter erster Standort.
- Solider Standort (Restaurant mit Abendgeschäft, Hotelbar): 4 bis 8 Ausleihen pro Tag. Das ist der Bereich der Rechnungen oben.
- Top-Standort (Bowling-Center, Cocktail-Bar am Wochenende, Club): 15 bis 25 Ausleihen pro Tag. Hier kann eine einzelne Station ein Vielfaches der Durchschnittswerte bringen.
Die Faustregel: Investiere deine Zeit in die Standortauswahl, nicht ins Pricing. Ein guter Standort verzeiht einen mittelmäßigen Preis. Ein schlechter Standort lässt sich durch keinen Preis retten.
Ab wann hat sich die Station bezahlt?
Die Amortisation hängt am Paket und am Standort. Als grobe Orientierung bei einem soliden Standort (≈ 575 € netto/Monat an eigener Location):
- Solo (1 Station, 1.490 €): rund 2,5 bis 4 Monate
- Squad (5 Stationen, 6.200 €): pro Station ähnlich, durch den höheren Auszahlungsanteil (82 %) etwas schneller
- Network (10 Stationen, 9.900 €): durch 86 % Auszahlungsanteil die beste Marge pro Ausleihe
Den genauen Wert für deinen Fall rechnest du am besten selbst durch — dafür gibt es den Verdienst-Rechner →, in dem du Frequenz, Preis und Paket frei einstellst.
Was du NICHT erwarten solltest
Powerbank-Sharing ist ein solides Zusatzgeschäft — kein Schnell-reich-Versprechen. Ein paar ehrliche Einordnungen:
- Es gibt keine Umsatzgarantie. Tatsächliche Einnahmen hängen von Standort, Frequenz, Zielgruppe und Preis ab. Wir geben dir Erfahrungs- und Richtwerte sowie eine ehrliche Standort-Einschätzung — aber keine Zusicherung bestimmter Umsätze.
- Die ersten Wochen sind Lernphase. Plane ein, Preise zu testen und das Personal des Standorts ans Konzept zu gewöhnen.
- Eine einzelne Station ist ein Anfang, kein Vollzeit-Einkommen. Der Hebel entsteht durch mehrere Stationen — idealerweise als Cluster in einer Stadt, weil Gäste die Powerbank dann in jeder deiner Stationen zurückgeben können.
Häufige Fragen
Wie viel verdient man pro Ausleihe?
Bei der Preisempfehlung von 2 € pro angefangene halbe Stunde und einer durchschnittlichen Ausleihdauer von 48 Minuten liegt der Brutto-Umsatz pro Ausleihe bei rund 4 bis 4,50 € — Mischung aus kurzen und längeren Ausleihen.
Muss ich täglich etwas tun, um zu verdienen?
Nein. Die Station läuft vollautomatisch, das Monitoring übernehmen wir. In der Praxis sind es etwa fünf Minuten pro Monat — ein Blick in die App.
Wann wird ausgezahlt?
Monatlich, automatisch auf dein Konto, inklusive steuerrechtlich korrekter Gutschrift für deine Buchhaltung.
Was passiert, wenn eine Powerbank nicht zurückkommt?
Die Kaution von 15 € wird vom Gast einbehalten und du bekommst kostenlos eine neue Powerbank — die Station bleibt voll bestückt.
Rechne deinen Fall durch.
Stelle Frequenz, Ausleihpreis und Paket selbst ein und sieh, was eine Station an deinem Standort bringt — oder lass dich direkt mit einer ehrlichen Einschätzung beraten.
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